Kommunikation ist ein komplexer Prozess. Kommunikationsmodelle analysieren und beschreiben die Funktion und den Ablauf von Kommunikation.
Ferner erklären sie, wie es zu typischen Missverständnissen kommen kann. Das Wissen um diese Modelle kann Missverständnissen vorbeugen. Durch Nachfragen wie z.B. "Habe ich das richtig verstanden, dass...?" kann einen eskalierenden Streit verhindern.
Folgende Kommunikationsmodelle
bauen aufeinander auf:
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Selbstoffen-
barungsebene womit |
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Sender =>
Wer
|
encodieren =>
Sach-
ebene decodieren <=
mit
welcher Absicht |
Nachricht
sagt was
|
=> decodieren
Appell-
ebene <= encodieren
mit
welchem Effekt? |
=> Empfänger
zu wem
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Beziehungs-
ebene durch
welches Medium |
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Anmerkungen Modelle
| 5 Axiome von Watzlawick | |
|---|---|
| 1) | die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren Man kann nicht nicht kommunizieren. |
| 2) | die Inhalts- UND Beziehungsebene der Kommunikation Eine Nachricht hat zwei Aspekte. |
| 3) | die Interpunktion von Ereignisfolgen Eine Kommunikation hat weder Anfang noch Ende. |
| 4) | digitale und analoge Kommunikation digital via Verschlüsselung |
| 5) | symmetrische und komplementäre Interaktionen symmetrisch: Partner auf Augenhöhe komplementär: superiorer und inferiorer Partner |
| 7 Schritte | ||
|---|---|---|
| 1) 2) 3) |
Wer sagt was zu wem |
Grundlagen- modell |
| 4) 5) |
womit durch welches Medium |
den Kanal betrachten |
| 6) 7) |
mit welcher Absicht mit welchem Effekt? |
Erweiterung |
Die obige Tabelle gliedert die Lasswell-Formel. Die ersten drei Schritte entsprechen dem Sender-Empfänger-Modell. Die Schritt 4 und 5 beleuchten die Übermittlung der Nachricht genauer. Mit den Fragen nach "Absicht" und "Effekt" wird das Kommunikationsquadrat erweitert.
Kommunikation Arten
| verbal | nonverbal |
|---|---|
| WAS Inhalt einer Nachricht |
WIE die Art und Weise |
| bewusst | häufig unbewusst |
|
verbale 1) gesprochenes Wort 2) geschriebenes Wort 3) Gebärdensprache Fertigkeiten
− aktives Zuhören
− paraphrasieren − Ich-Botschaften − Feedback − konstruktiver Ausblick Fragetechniken
− offen vs geschlossen
− direkt vs indirekt − rhetorische Fragen |
nonverbale Körpersprache, Mimik, Gestik paraverbale Sprechen: Lautstärke Schreiben: Schriftart extraverbale Ort und Zeit, Begrüßungsrituale, Dresscode, Publikationsart, räumliche Nähe |
| Kommunikation | |
|---|---|
| 7% | verbal |
| 55% | nonverbal |
| 38% | paraverbal |
Nach einer Studie von Mehrabian (1972) nimmt man die nonverbale Kommunikation zu 55% wahr. Daher glauben wir im Zweifel dieser Kommunikation wesentlich mehr als dem direkt Gesagten.
Die nonverbale Kommunikation spiegelt unsere innere Stimmung wieder.
Sie erfolgt hauptsächlich unbewusst
und ist somit der ehrlichste Anteil einer Nachricht.
Bei einer inkongruenten Botschaft wird verbal etwas anderes ausgedrückt als nonverbal. Dem Empfänger erscheint sie unglaubwürdig und nicht authentisch.
Beipiel: Der Vorgesetzte äußert sich mit "Darüber sollten wir dringend in Ruhe sprechen! " und geht gleichzeitig zur Tür. Was soll der Mitarbeiter davon halten? Was wird er wohl denken?
Bei Diskrepanzen wird dem nonverbalen Anteil einer Nachricht meist mehr geglaubt als dem verbalen. Der nonverbale Anteil ist mit 57% erheblich dominanter als der verbale mit 7%. Da er unbewusst und weniger beeinflussbar ist, erscheint er glaubwürdiger.
Kommunikationsmodelle
Kommunikationsmodelle analysieren und beschreiben die Funktion und den Ablauf von Kommunikation. Sie erklären, wie es zu typischen Missverständnissen kommt.
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