Galtonbrett Glockenkurve

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Galtonbrett Experiment

Ein Galtonbrett besteht aus einem senkrechten Nagelbrett, unter dem sich einzelne Becher befinden. Oben werden Kugeln eingeworfen. Bei jedem Nagel kann der Ball entweder nach rechts oder nach links fallen. Nach einer bestimmten Anzahl von Ebenen fallen die Kugeln in einen Becher.

Was für eine Kurve ergibt sich nach einigen Durchgängen?

Die Mathematik ist bekannt. Letztendlich dient das ein Experiment hier zur Überprüfung des Zufallsgenerators Math.random() von Javascript.

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Parameter Becher

Parameter Kugeln




Messwerte Kugeln pro Becher


1) Gauß-Kurve Kenngrößen

Hinweis

Die Gauß-Verteilung ist die häufigste Wahrscheinlichkeitsverteilung. Die Verteilung von Werten ist symmetrisch um den Mittelwert μ herum.

Folgende Fachbegriffe bezeichnen das gleiche:

  • Gauß-Verteilung(Gaussian distribution)
  • Normalverteilung(normal distribution)
  • Glockenkurve(bell curve)

Die Gauß-Verteilung f(x) wird hier bei jedem Experiment neu berechnet und den Parametern entsprechend gezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine kontinuierliche Kurve. Die Binomial-Verteilung hingegen ist diskret. Die Koeffizienten sind wohldefiniert und ändern sich beim neuen Experiment nicht.

Glockenkurve f(x)
Kugel-Anzahl N
i∈[..,−1,0,+1,..]: Σ i·Ni
Mittelwert μ
Varianz σ²
Standardabweichung σ
FWHM

f(x) = 1/(σ√2π) · exp[−½(x−μ)2/σ2]

Die Fläche unter der Kurve entspricht der Gesamtwahrscheinlichkeit: ∫f(x)dx = 1

2) Binomialverteilung Theorie

Für ein ideales Galtonbrett sind die Wahrscheinlichkeiten für links und rechts gleich, d.h. es gilt p=q=½. Somit lautet die Wahrscheinlichkeit P, dass der k-te Becher von n Stück getroffen wird:

Pn(k) = (n,k) · pk (1-p)n-k
= (n,k) · ½k ½n-k
= (n,k) · ½n

Pn(k) = n!/k!/(n-k)! / 2n

 

1) Gaußverteilung Analyse

Gaußverteilung Formeln

Formeln zur Gaußverteilung

Formeln zur Wahrscheinlichkeitsdichte f(x), Varianz σ² und Standardabweichung σ. Das Integral über die gesamte reelle Achse ist 1. Dies entspricht natürlich der Gesamtwahrscheinlichkeit.


Standardabweichungen σi

Gauß-Kurven für verschiedene σ

Die Form der Gauß-Kurve hängt von der Standardabweichung σ ab. Ist σ klein, so ist die Kurve hoch und schmal. Für ein großes σ erhält man hingegen eine flache und breite Kurve. Dies liegt daran, dass die Fläche unter der Kurve der Gesamtwahrscheinlichkeit 1 entspricht, also konstant ist.

Diskret vs kontinuierlich

Zwei Verteilungen im Vergleich

Die Gaußverteilung ist kontinuierlich, d.h. sie ist glatt gezogen. Zu jedem x∈ℝ gibt es einen anderen Funktionswert f(x). Die Binomialverteilung hingegen ist diskret und bezieht sich auf einzelne Intervalle. Sie passt zu dem Galtonbrett, wo die Kugeln in einen Becher fallen.

2) Binomialverteilung Blaise Pascal

n Pascalsches Dreieck / 2n
0 1 / 1
1 1 1 / 2
2 1 2 1 / 4
3 1 3 3 1 / 8
4 1 4 6 4 1 / 16
5 1 5 10 10 5 1 / 32
6 1 6 15 20 15 6 1 / 64
7 1 7 21 35 35 21 7 1 / 128
8 1 8 28 56 70 56 28 8 1 / 256
0 1 2 3 4 5 6 7 8
k-te Spalte der Ebene n=8

 

Pascalsches Dreieck

Die obige Tabelle präsentiert die Binomialkoeffizienten

B(n,k) = n!/k!/(n-k)!

für die Binomialverteilung mit den Wahrscheinlichkeiten p=q=½. Betrachten wir beispielsweise die orangefarbene Zahl 35. Sie befindet sich in der Ebene n=7 in der 3. Spalte:

B(7,3) = 7!/3!/4! = 7·6·5 / (3·2·1) = 35

Die Wahrscheinlichkeiten erhält man, in dem die Koeffizienten durch die Potenz 2n geteilt wird. Die gesamte Wahrscheinlichkeit in einer Spalte ist 1. Betrachten wir die Ebene n=4:

(1+4+6+4+1)/24 = 16/16 = 1

Konstruktion

Eine Zahl im Dreieck ist die Summe der beiden oberen. Betrachten wir dazu die grüne Zahl 10:

10 = 6+4

Anwendung

Mit dem Pascalschen Dreieck können wir sofort folgende Potenzen berechnen:

(x+y)² = x² + 2xy + y²

(x+y)³ = x³ + 3x²y + 3xy² + y³

(x+y)4 = x4 + 4x3y + 6x2y2 + 4xy3 + y4

Usw.

Satz von Moivre-Laplace

 

Zentraler Grenzwertsatz

Der Satz von Moivre-Laplace besagt, dass die diskrete Binomial-Verteilung BV für eine große Anzahl N gegen die kontinuierliche Gauß-Verteilung GV konvergiert:

lim BV = GV
N → ∞

Frz. Mathematiker
1667–1754 Abraham de Moivre
1730: Beweis für p=½
1749–1827 Pierre-Simon Laplace
1812: allg. Beweis
Zusatz

Backstage Programmierung

 

Fakultät Iteration

Als Motivation zum Nachmachen folgt hier wieder ein kleiner Einschub zur Programmierung. Die Fakultät n! beschreibt folgendes Produkt:

n! = n·(n−1)·(n−2)·...·1

Eine direkte Umsetzung dieser Definition führt zu folgender Iteration:

function fakultaet( n) {
if(n ≤ 1) return 1;
var p = 1;
for(var i=2; i<=n; i++) {
p *= i;
}
return p;
}

Ist die Zahl n≤1, wird 1 zurückgegeben. Obiges entspricht dem Quellcode in der Programmiersprache Javascript. In der Anwendung erhält man beispielsweise:

fakultaet(4) = 24

Denn es gilt:

4! = 4·3·2·1 = 12·2 = 24

Fakultät Rekursion

Eleganter ist die Definition über die Rekursion. Dabei wird die Aufgabe für n auf das untergeordnete Problem n−1 verlagert:

function fakultaet( n) {

return (n>1) ? fakultaet(n−1) : 1;
}

Ist die Zahl n≤1, wird 1 zurückgegeben. Ansonsten wird die Fakultät für n−1 aufgerufen.

Binomialkoeffizient B(n,k)

Mit der Vorüberlegung zur rekursiven Definition der Fakultät lässt sich die Funktion B(n,k) ganz schnell hinschreiben:

function B( n, k) {
var k = fakultaet(n);
k /= fakultaet(k);
k /= fakultaet(n−k);
return k;
}

www.harald-blazy.de/
mathe/gauss-verteilung.html

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